Das Höhlengleichnis oder ein guter Tip für Aftershow

Das Höhlengleichnis des griechischen Philosophen Platon (auch Πλάτων oder Plato) beshreibt die Menschen als in einer Höhle gefangene Wesen, die sich nicht bewegen können und somit nur auf die Höhlenwand blicken können, die sich vor ihnen befindet. Auf dieser Wand bewegen sich Schattenbilder, welche die Menschen für die reale Welt halten. Weil sie sich nicht nach hinten drehen können, sehen sie nicht, dass sich schräg hinter ihnen eine Lichtquelle befindet vor der Figuren bewegt werden, die für die Schattenprojektion auf der Höhlenwand verantwortlich sind. Gelingt es jedoch einem der Menschen sich mit großer Mühe zu bewegen, sichumzudrehen und zur Lichtquelle emporzuklettern um die Ursache für die Schattenbilder zu erkunden, wird dieser Mensch vom Licht so sehr geblendet sein, dass sich seine Augen erst langsam an das Unbekannte gewöhnen werden. Wenn sich seine Augen schließlich an das Licht gewöhnt haben, gelingt diesem Menschen schließlich die Erkenntnis über die Welt und die Menschen. Steigt er jedoch wieder hinab in die Höhle, müssen sich seine Augen wiederum an die Dunkelheit gewöhnen und erzählt er dann den in der Höhle zurückgebliebenen Menschen von seiner Erkenntnis werden ihn die Menschen verspotten, verlachen und schließlich umbringen.

Man könnte nun den Betreiber eines Blogs als einen Menschen beschreiben, der sich schon in einer Höhle befindend in eine weitere, tiefer liegende Höhle hinabklettert. Dort angekommen verliert er die Erinnerung an die Höhle in der er sich einst befand und hält das Leben in dieser tiefer liegenden Höhle für das reale Leben. Er sieht also lediglich, könnte man sagen, die Projektionen einer Welt die nur aus Projektionen besteht und hat sich von der Erkenntnis doppelt entfernt.

Aftershow ist ein Blog, den fast ausnahmslos alle Blogger aus der Provinz, die wir untersuchen, mit äßerste Begeisterung bewundern. Ausschließlich Column und Kraupelgewitter haben diesen Blog nicht verlinkt (wobei diese beiden Blogs bei unserer Untersuchung sowieso keine größere Rolle spielen, da augenscheinlich beide ihre Blog-Aktivitäten eingestellt haben und somit wieder eine Höhle höher geklettert sind). Wie unsere Untersuchung ergeben hat, scheint Aftershow nicht aus der Provinz zu kommen, deren Blogwelt zu untersuchen wir uns zur Aufgabe gemacht haben. Viel wichtiger ist jedoch, dass Aftershow anscheinend immer wieder aus der tieferen Höhle in die höher liegende Höhle klettert. So schrieb er am 8. Juni 2007 unter der Überschrift “Ich bin raus…”:

“Für ein paar Tage wird hier nichts passieren. Keine Bilder, keine Videos und erst recht, kein G8. Für eine Woche werde ich in Berlin verweilen und das machen was ich schon lange mal wieder machen wollte: Urlaub. Euch wünsche ich eine schöne Woche – haltet durch, aftershow ist bald zurück.“

(hier).

Auch vor Kurzem unternahm Afershow einen Ausflug in die reale Höhle wie er im Artikel „Blogpause“ schrieb:

„Gerade habe ich weder Zeit noch Lust mich um meinen Blog zu kümmern. So echtes Leben mit echten Menschen (ohne Blog) kann super sein. Versucht es auch mal.“

(hier)

Die Reaktion seiner Fans aus der Provinz fiel dementsprechend aggressiv aus. So kommentierte andersleben:

“bist du den des wahnsinns? wie schön waren die abende, minuten wo wir uns über blogs ausgelassen haben. gelacht & gehetzt… jetzt sind wir nicht mehr die coolen in der clique die wie nerds grinsend rum stehen und die blogs auswerten du hast alles zerstört! das wirst du früher oder später mit wodka gut machen müssen.“

Die Diskussion um das „real life“, „offline“, also um die eine Höhle die näher an der Erkenntnis liegt, wurde um diesen Artikel noch weiter geführt. Was uns jedoch interessant erscheint, ist wie sich das Höhlengleichnis anhand anderslebens Kommentar auf die „Blogomanie“ übertragen lässt. So scheint die Höhle des Bloggens auch fortzubestehen, wenn der Benutzer gerade nicht in der Blog-Welt herumsurft, Kommentare und Artikel schreibt und sich von Blog zu Blog treiben lässt. Für andersleben besteht die Welt des Bloggens, wenn auch unbewusst, auch darin, sich mit anderen Bloggern vom Rest der Menschen abzukapseln und sich in Gesprächen über das Bloggen, dein eigenen und den anderen Blog, der realen Welt bzw. der ersten Höhle zu entziehen.

Wie sich aus unserer Blog-Recherche ergeben hat, so hatte Aftershow bereits auch offline Kontakt zu seinen Fans aus der Provinz (unter anderem nachzuweisen hier, hier und hier)

Wenn nun aber Aftershow durch das hin und hersteigen zwischen den zwei Höhlen die Projektionen der Provinz-Blogger durcheinanderbringt, sei ihm äußerste Vorsicht geraten. Wir wissen nicht wie oft er Kontakt zu seinen Fans aus der Provinz gehabt hat, doch wenn die Menschen in Platons Höhle dem Erleuchteten mit äußerster Aggression begegnen, dann könnte dies auch für die Menschen der Fall sein, die sich in der Blog-Höhle befinden. Wir wünschen Aftershow viel Glück dabei die Provinz-Blogger aus der Höhle zu befreien und hoffen, dass es ohne Mord und Totschlag vonstatten gehen wird.


5 Antworten auf „Das Höhlengleichnis oder ein guter Tip für Aftershow“


  1. 1 kojack 27. August 2007 um 22:12 Uhr

    aber so weit von der provinz ist er gar nicht entfernt :-D
    hilf den anderen in der höhle zu bleiben

  2. 2 column 16. September 2007 um 18:46 Uhr

    also warum kraupelgewitter beim provinzblog verlinkt wird bleibt mir ein rätsel…zwei sehr durchwachsene Einträge, ein also offensichtlich ungehüteter blog…schämt euch!

  3. 3 kojack 26. September 2007 um 23:23 Uhr

    hey es gibt mal wieder viel „arbeit“: strangeboy ist tot, column dreht völlig durch, na das ist doch was oder wollt ihr nicht. kannich euch aber gar nicht abnehmen wenn ihr nicht wollt. :-D

  1. 1 aftershow :: Vielen lieben Dank! Pingback am 27. August 2007 um 21:04 Uhr
  2. 2 Aftershow² | schildkroetenblog Pingback am 20. Februar 2008 um 16:29 Uhr
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